Privat

Stats

Content View Hits : 20897

Impressum

Copyright © 2018 Preitler Hans Ahnenforschung. All Rights Reserved.
Joomla! is Free Software released under the GNU/GPL License.
 
Stammbaum erstellen
PDF Print E-mail

Datenerfassung

Um nun die Informationen, die man aus den Matriken finden kann, auch zu ordnen, ist es sinnvoll sich eine entsprechend durchdachte Kartei anzulegen. Heute im EDV-Zeitalter, wird dies durch entsprechende Datenverwaltungsprogramme, in denen schon sehr viel Erfahrung anderer Ahnenforscher steckt um vieles erleichtert.

Hilfsmittel Computer-Software

Zum Glück habe ich rasch eine solche Software gefunden. Es handelt sich um das Programm ahnenblatt.exe und ist eine Freeware (darf gratis heruntergeladen und verwendetet werden.) Die Software findet man unter www.ahnenblatt.de und der Autor wünscht sich nur, dass Leute, die mit der Software zufrieden sind und sie gerne verwenden ihm nach eigenem Ermessen einen Betrag zukommen lassen, den er sich durchaus als Anerkennung auch verdient hat. Die Bedienung ist recht einfach und kann rasch erlernt werden. Zusätzlich gibt es ein paar nette Funktionen, mit denen man die Ergebnisse darstellen kann. Die Tafeln, die in dieser Zusammenfassung meiner Erkenntnisse vorkommen, sind alle mit dieser Software erstellt.

Strategie bei der Erfassung

Da es für die Dateneingabe eine Fülle von Möglichkeiten gibt, bin ich wie folgt vorgegangen. Exakte Schreibweisen der Familiennamen habe ich nur bei der direkten Linie eingehalten und ich habe sofern ein Taufeintrag da ist, den Familiennamen bei der Taufe verwendet. Das bedeutet, dass die Familiennamen der Geschwister oftmals nicht exakt in der Schreibweise wie im Matrikenbuch festgehalten sind, sondern die Geschwister habe ich oft so wie der Vater oder der Ahne in meiner Linie oder wie eines der anderen Geschwister gelassen. Da die Schreibweise der Vornamen selbst zwischen Matrikeneintrag und dazugehörigen Indexeintrag variiert, habe ich auch nicht einheitlich eine Linie durchgehalten. Datum habe ich nur von Geburt, Hochzeit(en) und Tod eingetragen, als Orte dazu habe ich nur eingetragen, was in den Matriken steht (steht nichts habe ich den Namen der Pfarre genommen). Quellenangaben habe ich nur für die direkte Linie eingegeben. Alle anderen Informationen habe ich nur, wenn sie mir interessant schienen unter Anmerkungen abgespeichert. Insbesondere abweichende Schreibweisen des Familiennamens bei Trauung, Taufen der Kinder und Tod, Berufe, Paten, Zeugen, Unterschiede bei Geschwistern, vermeintliche Fehler der Pfarrer, Ortswechsel oder Änderung der Hausnummer, Grundherrschaft, ... .

Tafeldarstellung

Man unterscheidet zwischen Stammtafel, Ahnentafel oder Sanduhr. Bei Stammtafel werden alle Nachkommen einer bestimmten Person dargestellt. Bei der Ahnentafel sind es alle Vorfahren. Bei der Sanduhr werden sowohl Nachkommen und Vorfahren einer bestimmten Person dargestellt. Meist ist es üblich dass die Partner bei allen 3 Formen mitangezeigt werden, aber nicht notwendigerweise. Ausserdem lassen sich die Tafeln noch verkomplizieren indem die Partner der Partner, Nachkommen der Partner, Geschwister und Nachkommen der Geschwister, ... dazu dargestellt werden können. Bei Adoptierten muss man entscheiden, ob sie bei den Adoptiv-Eltern geführt werden oder bei den Eltern, beides ist nicht möglich. Sind sie bei den Eltern geführt, ist eine gemeinsame Darstellung von leiblichen Kindern und Adoptivkindern bei automatisch generierten Tafeln nicht möglich.

Ahnenschwund

Mit jeder Generation in die Vergangenheit, verdoppeln sich die Anzahl der Ahnen. Die Generation 11 hat somit schon 2048 Personen. Da manche Matriken um 1640 beginnen, bedeutet dies, dass man bis in die 11 Generationen und vereinzelt darüber hinaus kommt, wenn man alle Zweige in die Vergangenheit zurückverfolgt und so wie ich um 1960 geboren ist.Dabei fällt auf, dass in einzelnen Verzweigungen auf einmal die gleichen Personen auftauchen, die schon in anderen Verzweigungen eingetragen sind. Deren Ahnen brauchen dann natürlich nur mehr einfach weitergeführt zu werden und so kommt es zu geringerer Anzahl von Ahnen in der folgenden Generation. Diesen Effekt nennt man Ahnenschwund. (Ahnenschwund hat aber nichts damit zu tun, dass nicht alle Ahnen ermittelbar sind.)
Wenn man annimmt, man könnte alle Ahnen ermitteln, dann würde man durch Verdoppeln spätestens in Generation 30 die damalige Weltbevölkerung übertreffen. Spätestens dort müsste Ahnenschwund eintreten. Der Effekt bedeutet umgekehrt, dass spätestens über Generation 30 jeder mit jedem verwandt ist.
Tatsache ist, dass ein gewisser Ahnenschwund bei 11 Generationen ganz normal ist. Im speziellen sind meine Eltern durch Georg Preidler und Zötsch Maria miteinander verwandt. Allerdings sind dies nicht die einzigen Ahnen, die auf verschiedenen Zweigen mindestens noch einmal auftauchen, inzwischen sind es schon 89. Da manche sogar öfter als Doppelt vorkommen finden sich in der Ahnentafel insgesamt sogar 98 Einträge mehr als Personen (1320 Rahmen – 1222 Personen). Ahnen dieser Ahnen sind da natürlich nicht mitgezählt.

Da könnte glatt jemand „Inzucht“ schreien und genetische Schäden bei den Nachkommen vermuten. Tatsächlich hat man sich diesbezüglich Sorgen gemacht und Untersuchungen angestellt und dabei statt genetischer Probleme festgestellt, dass es so etwas wie eine optimale genetische Distanz gibt, die sich für den gemeinsamen Nachwuchs günstig auswirkt. Diese ist überraschenderweise schon bei Cousins und Cousinen im 3. und 4. Grad erreicht, sprich bei gemeinsamen Ururgroßeltern und Ur3-großeltern. Die Blutsverwandtschaft wird auch noch in Anzahl der Geburten zwischen den beiden gemessen. Cousins und Cousinen sind nach dieser Zählung Verwandtschaftsgrad 4, und der 2., 3. und 4. Grad bei Cousins und Cousinen wären demnach Verwandtschaftsgrad 6, 8 und 10. Bei nicht gleichen Generationen der Partner ist der Blutsverwandtschaftsgrad ungerade.

Die kleinste Blutsverwandtschaft, die bei diesen Ahnen hier vorkommt ist 7, der Vater des Bräutigams und der Großvater der Braut waren Cousins oder anders der Urgroßvater des Bräutigams ist der Ururgroßvater der Braut. Die beiden Partner haben um zu heiraten einen Dispens der Kirche gebraucht, was auch in den Trauungsmatriken dokumentiert ist, denn die Kirche hat bis 1917 das Heiraten bis inklusive Blutsverwandtschaftsgrad 8 verboten.

Grenzen bei der Erfassung, Scheitern und noch möglich Suche

Grundsätzlich ist anzumerken, dass Ahnenforschung kaum einmal Kuckuckskinder erkennt. Daher gibt es immer ein gewisses Restrisiko, dass ein Stammbaum falsch sein kann. Die Matriken können also nur die angegeben Eltern enthalten.

Für das Scheitern bei der Suche nach Ahnen in den Matriken, gibt es mehrere mögliche Ursachen.

  • Uneheliche Kinder: Vater ist nicht ermittelbar. Wenn der Vater bei der Taufe nicht angegeben ist bzw. werden durfte und auch nach einer späteren Hochzeit der Mutter das Kind nicht den Namen des Vaters angenommen hat. Ein Versuch an die Bescheide der Gemeinden bezüglich eventuell abgelehnter Eheansuchen zu kommen ist gescheitert. Laut Mitarbeiter des Landesarchivs finden sich diese nicht in den verwahrten Gemeinde- und Bezirksprotokollen.

  • Witwer/Witwe: Bei der Trauung werden die Eltern des Witwers und der Witwe nicht angegeben. Ist nun die erste Trauung nicht ermittelbar, können die Eltern nicht gefunden werden.

  • Ungenaue, falsche Angaben, Fehler: z.B: Statt dem Familiennamen der Frau steht dort bei der Trauung der des Mannes. Oder sowohl die Eltern als auch das Alter des Brautpaars fehlen bei Trauungsmatriken ganz, was insbesondere nach 1786 etliche Jahre häufig ist (siehe Begründung oben).

  • Mehrere Personen gleichen Namens

  • Lücken in den Matriken (Gratkorn, Deutschfeistritz, Semriach)

  • Beginn der Matrikenaufzeichnungen. In der unteren Aufstellung ist aufgrund von Matriken eine Vollständigkeit nur bis Generation 9 möglich, da bei manchen Generation die Geburten bzw. Hochzeiten der Generation 8 die ältesten Matriken sind. (Dies gilt insbesondere für die Pfarren Deutschfeistritz, Adriach oder Semriach, Ältere Ahnen sind hauptsächlich aus St. Veit, St. Leonhard, Gratkorn oder Übelbach)

 

 

 

 

 

Last Updated on Monday, 24 May 2010 09:22
 


Forum