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Wagnermichl
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Unter dem Titel Wagnermichl findet sich die Geschichte der Nachkommen von Antons Sohn.

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Wagnermichl, Judenbauer, Turnau

Georgs Bruder Michael

Wie Georg hatte auch sein Bruder Michael einen bewegten Lebenslauf. Wie schon oben bei Kreuzmichl erwähnt ist sein erster Bauernhof der vulgo Wagnermichl. Sein Weg hat ihn vom Hiening nach Zitoll und wieder zurück nach Friesach geführt.

Wagnermichl am Hiening, Thoneben Semriach.

Nachdem Anton den Lenzbauer 1814 an seinen Sohn Georg übergeben hat, kauft er sich den vulgo Wagnermichl Windhof 24 (Herrschaft Peggau, Amt Friesach 18, ab 1830: 23,heute Wagnerjörglweg 23) in Thoneben zwischen Hiening und Rötschgraben im heutigen Gemeindegebiet von Semriach.

Hier ist mir nicht klar ob Anton nicht wegen eines weitschichtigen Verwandten auf einem benachbarten Hof, auf diesen Hof gekommen ist. Denn beim vulgo Pfirsichbauer in Thoneben 10 hat bis 1799 ein Preitler Andreas gelebt, der von einer (nach heutigen Erkenntnissen) ausgestorbenen Preidler-Linie in Stübing stammt.

Der älteste Matrikeneintrag in Semriach zu diesem Hof ist dann bereits der Tod von Anton. Anton stirbt mit nicht einmal 50 Jahren dort 1818. Merkwürdig ist, das noch 1818 dann Michael der fünfte Sohn der Besitzer wird. Matthäus ist älter als Michael und besitzt erst ab Feber 1819 den vulgo Leitenmatzl. Falls Bartholomäus, über den ich außer Geburtseintrag nichts gefunden habe, da noch gelebt hat, wäre auch er vor Michael gekommen. (Unklar bleibt auch noch wo Antons Frau gestorben ist).

Preidler Michael heiratet Kogler Maria am 21.2.1819 (Doppelhochzeit mit Bruder Matthäus) in Gratkorn.

Das erste Kind von Michael und Maria heißt dann (Hinweis auf vulgo Pfirsichbauer?) Andreas, stirbt aber mit 2 Jahren. Die weiteren Kinder sind Simon, Maria, Juliana, Martin, Theresia (stirbt mit 4 ) und Franz. Danach kommen 1834 Zwillinge zur Welt wovon der erste gleich stirbt und der zweite auf Caspar getauft fünf Tage nach der Geburt stirbt.

Im Urbar ist dazu zu finden, dass ab 8.6.1831 der Besitz zu Preidler Anton, dem jüngsten Bruder von Michael wechselt. Die Zwillinge von Michael kommen aber dort 1834 zur Welt. Die Tochter Maria hat auch auf jeden Fall 1843 (wieder) dort gelebt, denn sie bringt dort 1843 ledig ihren Sohn Braitler Franz auf die Welt. Dieser Franz stirbt 1877 Freßnitz 25 (vulgo Grundner) als lediger Knecht.

1850 heiratet Maria 1850 eine Schenk Balthasar und wird daraufhin mit ihm vulgo Wagnermichl. Wie das da mit ihrem Onkel Anton war und wie es danach mit Anton weiterging ist nicht bekannt. Schenk Balthasar ist dann auch 1879 der Besitzer (vulgo Wagnerhausl). Was aus den Kindern Gertrud, Antonia und Vinzenz geworden ist, ist nicht bekannt, denn deren Hochzeit oder Sterbeeintrag ist nicht in Semriach zu finden. Auch die weitere Hofgeschichte ist noch nicht ausgeforscht.

Ich habe die Familie von Michael wieder ab 1853 in Deutschfeistritz in Zitoll 31 vulgo Judenbauer gefunden (siehe unten). Neben Maria haben auch Simon, Juliana und Franz Nachkommen.

    Judenbauern in Zitoll

Michael und Maria Kogler gehen nachdem sie über mehrere Jahre Wagnermichel in Hiening waren nach Zitoll (Prenning) 31 und werden vulgo Judenbauer. Bei der Hochzeit von Tochter Juliana scheinen sie 1853 erstmals wieder auf.

Simon hat schon zuvor geheiratet und ist nach Kleinstübing 11 (vulgo Kogler) gegangen. Die Geburt seines Sohns Urban 1853 ist eigentlich der erste Eintrag zu dieser Familie in Deutschfeistritz. Ob Simon jemals in Zitoll gewohnt hat oder direkt nach Kleinstübing gegangen ist, ist nicht bekannt. Zu Simon mehr im nächsten Kapitel.

Maria hat noch beim Wagnermichl einen ledigen Sohn Franz geboren, der als Dienstknecht mit 37 kinderlos stirbt. Wo Maria gelebt hat und wo sie gestorben ist, ist mir nicht bekannt.

1853 heiratet Juliana nach Gratkorn einen Haas Josef vulgo Schattleitenweber. Eines ihrer Kinder der 9jährige Josef ertrinkt auch beim Fährunglück am 18.5.1875. Über seine drei älteren Geschwister konnte ich in Gratkorn nichts finden: Hans *1854, Maria *1856 und Franz *1859.

Martin heiratet 1854 nach Hofamt 23. Sonst ist nichts bekannt.

Franz bleibt als jüngster Sohn und wird 1850 vulgo Judenbauer. Die 1. Frau Maria Anna Both von Franz stirbt schon bald nach der Hochzeit 1855. Sowohl der Familienname seiner Frau, als auch die Vorbesitzer des Judenbauer könnten erklären, warum die Familie dorthin gezogen ist. Jakob der Sohn von Andreas und somit der Cousin des Michael (Wagnermichl) war nämlich nicht nur Besitzer des vulgo Martoni, sondern auch des Judenbauer und war kinderlos geblieben. Zwischenzeitlich war eine Verwandte der Frau von Jakob die Besitzerin (Jakobs uneheliche Tochter oder seine Stieftochter?). Eine Anna Both ist auch die Nachbesitzer des vulgo Orthpeter, der einem Sebastian Preidler gehört hat, wobei ich nicht weiß, welcher Preidler-Familie dieser Sebastian zu geordnet werden soll (Onkel von Michael=Wagnermichl, vom vulgo Höbl oder ein bisher noch nicht erfasster Sohn von Peter vulgo Orthpeter der gleiche Zweig zu dem der vulgo Pfirsichbauer gehört?).

Franz heiratet 1858 seine 2. Frau Maria Glawogger. Zusammen haben sie eine Tochter Juliana. Maria Glawogger stirbt 1877. Seine 3. Frau ist Maria Prucher, aber 1879 stirbt er selbst. Maria Prucher heiratet 1880 einen Glettler Karl. Tochter Juliana hat 1878 eine Maria und im Jänner 1881 einen Anton unehelich auf die Welt gebracht. Sie heiratet noch im Feber 1881 eine Schweiger Johann. Die Tochter Maria heiratet erst mit fast 50. Über ihren Bruder Anton ist nichts bekannt, es ist aber zu vermuten, dass Schweiger Johann der Vater ist und dass deswegen nichts zu finden ist, weil er den Namen des Vaters bekommen hat.

    Brunnmichl in Friesach

Zurück aber zu Michael. 1860 stirbt Maria seine Frau und er heiratet noch im selben Jahr Grabenhofer Apollonia. Er wohnt zu diesem Zeitpunkt noch in Zitoll, ist aber Besitzer des Brunblaselgrundes in Friesach. Franz bekommt den Besitz 1870 und verkauft in gleich 1871 wegen Schulden. Michael ist dann offensichtlich dorthin gezogen und durfte trotz Verkauf bleiben, denn er stirbt dann 1876 mit 77 Jahren in Friesach 7 vulgo Brunnmichl (Pfarre St. Stefan). Die Matrikenbezeichnungen passen diesbezüglich nicht exakt mit den Vulgonamen, die in den Häuserverzeichnissen mit Brunn- beginnen zusammen. Eine genauer Ortsbestimmung ist da noch aus ständig. Der Besitz ist in den Grundbüchern GH Peggau, Amt Friesach 58 und kommt in den Aufstellungen von P. Clemens nicht vor.

Aus den Urbaren gibt es auch noch etwas zu dieser Familie: Rabenstein 68: Haritzacker im Haritzgraben: Preitler Michael, Breidler Apollonia und Preitler Franz. Wo dieses Rabenstein 68 ist, ist mir noch nicht klar.

    Breitler-Mord? in Peggau

Simon der älteste Sohn von Michael heiratet Agnes Scherzer und geht nach Kleinstübing 11 (vulgo Kogler). Die beiden bekommen 3 Kinder. Was aus Sohn Urban geworden ist, ist mir nicht bekannt. Ein Kind stirbt und von Tochter Maria ist kein Hochzeit bekannt aber die Geburt zweier unehelicher Kindes, die beide nicht das erste Lebensjahr vollenden.
1869 stirbt Agnes und nur ein paar Monate später heiratet er mit 49 die 20 jährige Agnes Pichler. 1876 ist die Familie nach Peggau 17 vulgo Nicklbauer umgezogen. Ihr 3. bereits dort geborenes Kind stirbt 1877. Simon stirbt am 16.8.1877 an einer Arsenvergiftung. Im Sterbeeintrag steht der Vermerk: „Agnes wird am 11.5.1878 wegen Mordes durch Arsenik an ihrem Mann zum Tod durch den Strang verurteilt.“

Dies hat mich zu ausführlichen Nachforschungen angeregt und aus heutiger Sicht ist es überhaupt nicht klar, ob da wirklich ein Mord pasiert ist. Ich habe dazu eine eigen Abhandlung verfaßt.

Ihr Sohn Johann hat 1924 nach Turnau geheiratet hat.
Die Tochter Johanna hat nach Gratkorn eine Peter Kranabetter geheiratet und ist jung und ohne Kinder geboren zu haben gestorben.

    Breidler in Turnau

Johann hat dort mit 52 Jahren die 32 jährige Preinknoll Kunigund geheiratet. Die beiden haben 6 Kinder, die zwischen 1924 und 1936 geboren wurden: Ewald, Agnes, Johann, Markus und Rosa und Romana. Johann nimmt sich 1937 das Leben mit 64 Jahren ohne seiner Familie etwas über das Schicksal seiner Eltern erzählt zu haben.


Laut Erzählung hat Johann einen unehelich Sohn, der vor Johanns Tod schon erwachsen war und ihn in Turnau einmal besucht hat. Über ihn ist sonst nichts bekannt, nicht einmal sein Name. Bis auf Ewald haben alle Nachkommen.

Agnes Nachkommen heißen Schmied und Edlinger
Johann hat ein unehelichen Sohn Aschacher Erwin über den nichts bekannt ist.
Markus hat einen Sohn dieser hat eine Tochter, die Breidler heißen.
Rosas Nachkommen heißen Fellner und Pospischiel
Ramonas Nachkommen heißen Feistl, Pateter und Karely.

 

 

Last Updated on Wednesday, 07 November 2012 20:36
 


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