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Vulgonamen
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Diese dürften zwischen 1350 und 1650 entstanden sein, sind also meist jünger als die Familiennamen. Oft ist der Vulgoname der Name eines Besitzers aus dieser Zeit: „Möstl“, „Feibl“, „Kracher“, „Dorn“, „Wolfsgruber“, „Großharb“ . Manchmal auch der Vorname des Besitzers, zusammen mit einem anderen Wort: „Lorenzbauer“, „Paulurl“, „Erhard“, „Hanslsteffl“, „Thomahan“. Manchmal wird auch nur der Hof oder die Lage des Hofes beschrieben: „Kampl“, „Höllbauer“, „Grussabauer“, „Fürnwallner“. Andere Vulgonamen beschreiben, was am Bauernhof gemacht wurde und ob ein Gewerbe auf diesem Hof ausgeübt wurde: „Haarbauer“, „Schlosser“, „Spinner“, „Pfirsichbauer“. Und dann natürlch Kombinationen aus Vornamen, Lage und Tätigkeit: „Grabenschuster“, „Schlossensimon“, „Buchzenzl“, „Krallschneider“, „Maurermathis“, „Kirchenstrobl“, „Kreuzmichl“, „Lindenwirt“, „Jörgl am Bach“, „Gmainlenhard“.

Auch die Vulgonamen haben sich gewandelt. Maria Theresia forderte die Führung der Vulgonamen von den Grundherren in den Urbaren ein. Da mussten ein paar erst erfunden werden. Meist war es dann der Familienname des Besitzers zu diesem Zeitpunkt.

Vulgonamen mit Vornamenteil haben sich mit den Vornamen der Besitzer oft verändert. So ist der gleiche Hof einmal Leitenpeter und später dann Leitenmatzl (von Matthias) und problematischer Weise gar nicht weit davon entfernt einen anderen Hof mit zur Zeit des Leitenpeter als Leitenhansl und zur Zeit des Leitenmatzl als Leitenpeter. Dieses Beispiel bezieht sich auf Eggenfeld und gibt es auch mit vulgo Leiten-xxxxx am Hausberg.

Aber auch geändertes Gewerbe konnte den Vulgonamen ändern. Dultschmied=Dultschneider=Dultannerl=Haarhaus der Dult.

Andere Änderungen sind aber nicht so leicht erklärbar: „Hofstätt in der Grussa“= „Hauslbauer“

 

Last Updated on Saturday, 12 June 2010 15:39
 


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